| Linux: ALSA mit USB-Soundkarte konfigurieren |
| Geschrieben von: Michael Loth |
| Freitag, den 01. Mai 2009 um 00:00 Uhr |
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Diese Kurzanleitung beschreibt, wie man eine USB Soundkarte unter Linux (openSUSE 10.3) mit ALSA als primäre Soundkarte einrichtet. Als ersten Schritt müßen wir die Hersteller-ID (Vendor ID) und die Produkt-ID (Product ID) der USB-Soundkarte ermitteln. Hierzu die Soundkarte mit dem Linux-Rechner verbinden und als root das folgende Kommando eingeben. Natürlich ohne die Raute, die symbolisiert nur den Eingabe-Prompt in der Shell des root-Benutzers. # lsusb Bus 004 Device 001: ID 0000:0000 Bus 003 Device 001: ID 0000:0000 Bus 002 Device 003: ID 0ccd:0028 TerraTec Electronic GmbH Bus 002 Device 001: ID 0000:0000 Bus 001 Device 001: ID 0000:0000 In unserem Beispiel (wir verwenden eine TERRATEC AUREON 5.1 USB MKII) ist die Soundkarte durch die Beschreibung welche den Hersteller angibt, einfach in der Liste zu finden. Dies ist jedoch nicht immer der Fall - oftmals hilft nur das vergleichen der Ausgaben von lsusb, jeweils einmal mit der eingesteckten USB-Soundkarte und einmal ohne eingesteckte USB-Soundkarte, um festzustellen, welcher Eintrag in der Liste tatsächlich das gewünschte USB-Device ist, dessen ID wir ermitteln wollen. Wir notieren uns also die ID 0ccd:0028 - die ID besteht aus zwei Teilen die durch einen Doppelpunkt voneinander getrennt sind: der erste vierstellige Teil enthält die Hersteller-ID (auch Vendor ID oder Manufacturer ID genannt), der zweite ebenfalls vierstellige Teil gibt die Produkt-ID (Product ID) an. Nun editieren wir die Datei /etc/modprobe.d/sound (openSUSE, andere Distributionen abweichend) und fügen folgende Zeilen ein: #Remember the IDs ? We use them here. Just put 0x in front. options snd-usb-audio enable=1 index=0 pid=0x0028 vid=0x0ccd alias /dev/mixer snd-mixer-oss alias /dev/dsp snd-usb-oss alias /dev/midi snd-seq-oss alias char-major-116 snd alias char-major-14 soundcore # uniq.unknown_key:USB Audio alias snd-card-0 snd-usb-audio Natürlich ginge das unter openSUSE auch mit Yast > Hardware > Sound > Add, Kernelmodule einblenden und nach USB Audio (snd-usb-audio) suchen. Aber wenn man sich strikt an obige Einträge hält, kommt auch Yast im Anschluss mit unseren manuellen Einträgen problemlos zurecht. Hiernach den Rechner einfach einmal neu starten lassen. alsamixer: function snd_ctl_open failed for default: No such device Dann ist sicher irgend etwas falsch gelaufen. Wir können mit lsmod nachsehen, ob das Modul snd_usb_audio überhaupt geladen wurde. Die hier verwendete Sound-Karte kann man wirklich uneingeschränkt für Linux empfehlen. Wir haben uns für diese externe Lösung entschieden, da wir im Server keinen PCI-Steckplatz mit einer Soundkarte belegen wollten - die wenigen PCI-Steckplätze werden in einem Asterisk-Telefonieserver sicher anderweitig benötigt. Wer keine Lust auf Experimente mit irgendwelchen anderen preiswerten USB-Soundcards unter Linux hat, die nur selten vernünftig - wenn überhaupt, unterstützt werden, greift gleich zu dieser Karte.
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